Objektbeschreibung

Vor einigen Jahren schrieb Hochparterre im Sonderheft zum MISAPOR-Beton euphorisch: «Bereits bei einer Wandstärke von 40 Zentimetern erreicht man die notwendige Dämmleistung». Der mit Blähglas-Schotter versetzte Dämmbeton wollte Architekten vom monolithischen Bauen träumen lassen und die Lücke zwischen Zweischalen-Mauerwerk und Sichtbetonwand schliessen. In der Zwischenzeit haben sich die Wärmedämmvorschriften so verschärft, dass nur noch eine 70 Zentimeter dicke MISAPOR-Beton-Aussenwand sie erfüllen würden. Deshalb entwickelten die Hersteller den MISAPOR Beton KDS, was für Kern-Dämmungssystem steht. Dabei wird der Beton in einem Arbeitsgang um eine rund zehn Zentimeter dicke Wärmedämmschicht herum gegossen. Diese Wandkonstruktion bildet eine kompakte Dämmhülle ohne Wärmebrücken. Zwar kann nicht mehr von monolithischem Bauen gesprochen werden, doch sind die «Architekten-Details» wie monolithische Auskragungen oder Vordächer aber immer noch relativ einfach zu bewerkstelligen. Der Bau ist ein elegantes Sommerhaus mit Seeanstoss in Steckborn. Geistiges Vorbild der Brüder Toggenburger war ein Ferienhaus in Dänemark, bestehend aus einem Wohn- und Aussenhaus, wo die Bauherren oft ihre Ferien verbrachten. Der Architekt Peter Kunz übersetzte die Leitidee von baulich getrennten Wohn- und Schlafräumen elegant in eine bungalowartige Anlage, bestehend aus einem strassenseitigen Garagen- und Schlafhaus, das über ein grosszügiges Holzdeck mit dem seeseitigen Wohn- und Esshaus verbunden ist. Innen, Aussen und Dazwischen gehen fliessend ineinander über, spannende Raumbeziehungen entstehen. Doch das Haus bietet mehr als einfach nur den exklusiven Seeblick.

Objektprofil

Objekt
Sommerhaus, Steckborn
Baujahr
2010
Objektart
Wohnbauten
Ort
8266 Steckborn
Kanton
Thurgau
Land
Schweiz
Architekt
Peter Kunz Architektur, CH-8400 Winterthur